Heute stellen wir euch Andrea Hoppe vor – unser quirliges Bindeglied zwischen Kunden und Kollegen

Ohne richtig gestellte Weichen läuft auf dem besten Bahnhof nichts. Und genau deshalb sind wir auch froh, dass wir Andrea Hoppe bei uns haben, die als wichtiges Bindeglied den Ablauf bei uns im Laden erheblich verbessert und Kunden mit der richtigen Beraterin zusammenbringt. Wie Andreas Alltag bei uns aussieht und warum sie auch mal Lokomotivführerin werden wollte, erfahrt ihr jetzt im Interview.

Seit wann bist Du bei Laue?

Seit dem 12. Februar 2005 bin ich bei Laue und kann mich auch noch sehr genau an den ersten Tag erinnern. Wir sind 2003 in das schöne Dithmarschen gezogen und haben uns nicht nur in die Natur, sondern auch in den Schlag Menschen verliebt. Die Dithmarscher haben eine sehr sympathische und direkte Art und legen dabei noch einen gewissen Charme an den Tag. Nachdem ich zwei Jahre lang Haus, Hof, Kind und Hund gepflegt habe, bin ich eines Tages auf dem Weg nach Tellingstedt mal bei Laue vorgefahren. Dann habe ich Kirsten Jürgensen einfach ganz plump gefragt, ob sie nicht einen Job für mich hätte. Erst war diese gar nicht begeistert, denn die Saison lief ja bereits und Laue war damals schon gut besetzt. Im Laufe des Gespräches hat sie sich aber doch schnell umentschieden und ich sollte ein paar Tage später reinschauen und mir alles ansehen, um beurteilen zu können, ob ich mir das alles zutrauen würde. Das hab ich gemacht und nach meinem ersten Rundgang fand ich das alles hier total spannend und bin geblieben. Die ersten vier Wochen half ich in der Brautmodenabteilung aus, bis die Chefin mich ansprach, ob ich mir auch vorstellen könnte, ein bisschen mehr zu arbeiten. Da war ich nicht abgeneigt.

Was genau sind Deine Aufgaben?

Das ist gar nicht so einfach zu erklären. Ich fühle mich fast wie eine Art Partnervermittlerin. Meine Hauptaufgabe heute ist, dafür Sorge zu tragen, die Kunden anzusprechen und innerhalb kurzer Zeit eine gewisse Einschätzung vorzunehmen, um ein Dreamteam zwischen Kunden und Beratern zusammenzustellen. Denn so verschieden wie die Kunden sind, sind ja auch meine Kollegen. Somit muss ich eine Konstellation finden, die beide Seiten glücklich macht und möglichst eine Wellenlänge vorhanden ist. Denn wenn die Chemie stimmt, fühlen sich auch die Kunden gut betreut. Das Schönste für mich ist, wenn Kunden sich am Ende bedanken, weil sie sich gut aufgehoben fühlten und beim nächsten Besuch dann sogar gezielt nach der jeweiligen Kollegin fragen, die sie vom ersten Besuch schon kennen. Natürlich liege ich nicht immer richtig, aber im Laufe der Jahre habe ich ein gewisses Bauchgefühl entwickelt und weiß sehr oft, wer zu wem passen könnte.

Außerdem kümmere ich mich noch um die Betreuung der Lieferanten, Kundenreklamationen und schaue regelmäßig die Reservierungen von Artikeln durch. An der Kasse stehe ich auch oft und bin natürlich auch noch im Verkauf tätig. Mein Aufgabenbereich ist also sehr vielfältig und das gefällt mir sehr gut.

Was zeichnet Laue für Dich aus?

Ich habe hier seit dem ersten Tag die freundschaftliche und familiäre Atmosphäre gespürt. Von Anfang an fühlte ich mich zu Hause und angekommen. Ich habe jetzt quasi zwei Zuhause, einmal das private und das berufliche. Das empfinde ich als extrem positiv.

Gibt es ein Kundenerlebnis, an das Du Dich besonders erinnerst?

Ja, es gibt ein besonderes Kundenerlebnis, an das ich mich gern erinnere. Eines Tages kam eine Kundin zu uns, die eine große Konfektionsgröße brauchte. Auf meine Frage an sie, ob ich ihr helfen kann, schaute sie mich nur abschätzend an und erklärte dann, dass ich ihr aufgrund meiner eher schmalen Konfektionsgröße mit Sicherheit nicht weiterhelfen könne. Da war mein Ehrgeiz sofort geweckt. Ich brachte sie in die Abendabteilung in den Raum mit der entsprechenden Größe und suchte ihr ein paar Kleider raus. Nachdem sie das erste Kleid probiert hatte, schaute sie aus der Kabine, strahlte und sagte, dass wir uns wohl doch ganz gut verstehen. Das war für mich eine ganz tolle Bestätigung und freute mich sehr.

Was gefällt Dir hier am besten?

Ganz klar die Vielseitigkeit, denn jeder Tag ist anders. Du kommst morgens an und weißt nie, was Dich tagsüber so erwartet. Ich empfinde das als Herausforderung und es macht mir unheimlich Spaß, vor allem wenn alles klappt und ich in meiner Arbeit bestätigt werde.

Was wolltest Du als Kind mal werden?

Ich fand Jim Knopf immer toll und wollte deshalb gern Lokomotivführerin werden. Aber nur solange, bis mein Vater mir erklärte, dass das Kohleschaufeln wohl nicht ideal für mich wäre. Danach wollte ich Stewardess werden, aber mir fehlten leider zwei Zentimeter Körpergröße. Damals war noch eine Mindestgröße Vorschrift. Eines Tages fühlte ich mich jedoch berufen, Friseurin zu werden. Meine ältere Schwester war bereits dabei, diesen Beruf zu erlernen, wurde da aber eher reingedrückt und es machte ihr weniger Spaß. Ich jedoch hatte schon immer Spaß am Zeichnen und Schreiben und so führte ich oft ihre Berichtshefte. Schließlich wollte ich ihr zeigen, dass man diesen Beruf auch mit „sehr gut“ abschneiden kann und somit wurde ich Friseurin. Als Friseurin hatte ich ja auch viel Kundenkontakt. Dazu habe ich jahrelang mehrfach die Woche Standard- und Latein-Tänze trainiert und an den Wochenenden S-Klassen-Turniere getanzt. Jetzt lebe ich meinen Bewegungsdrang bei Laue im Laden aus.

Was machst Du, wenn Du nicht arbeitest?

Für mich ist Gartenarbeit das Größte. Von Frühjahr bis Herbst, liebe ich es, im Garten Unkraut zu pulen und diesen auch immer wieder umzugestalten. Im Winter lese ich gern ein gutes Buch und kuschel mich damit gemütlich vor den Ofen. Ich mag gerne spannende, überraschende Krimis und Thriller. Bewegung ist mir aber auch nach wie vor wichtig, auch wenn ich im Laden schon reichlich davon habe. Vor Kurzem fragte mich ein Kunde interessiert, wieviele Kilometer ich hier täglich laufen würde, da die Wege ja doch oft sehr lang sind. Diese Frage konnte ich ihm ziemlich genau beantworten, denn wochentags sind es schon mal 12 bis 15 Kilometer. Am Samstag komme ich sogar auf 20 bis 25 Kilometer.

Gibt es einen Traum, den Du Dir noch erfüllen möchtest?

Nein, eigentlich nicht. Ich bin kein Reisetyp, den es in die Ferne zieht, denn am liebsten bin ich dann doch zu Hause … oder bei der Arbeit. 😉

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